
Quelle: http://www.netzwelt.de/news/89057-google-klarnamenzwang-aufgehoben.html
Bei der diesjährigen Web 2.0 Summit im Oktober, die in San Francisco stattfand, waren Themen wie die Zukunft des Internets und Web 2.0 die am meisten diskutierten.
Diskussionsgäste Sergey Brin (Google Gründer) und Vic Gundotra (Vizepräsident des Social-Bereichs von Google) ging es vor allem um den Klarnamenszwang bei Google+, wobei das Thema allgemein übergreifend ist und in der Öffentlichkeit auf verschiedene Meinungen trifft.
Bislang waren die Macher von Google+ der Ansicht, dass sich seine User, die sich neu anmeldeten, dies mit ihrem echten Namen tun müssen und keine Spitznamen verwenden dürfen. Dies hat soweit geführt, dass das Netzwerk einige Profile gelöscht haben. Ein Beispiel ist die amerikanische Bloggerin Violet Blue. Ihr Konto wurde gelöscht, unter der Annahme, dass das nicht ihr echter Name sein, obwohl sie tatsächlich so hieß. In der Begründung von Google+ heisst es : “Nach Überprüfung Ihres Profils haben wir festgestellt, dass der von Ihen angegebene Name gegen unsere Community-Standards verstößt.”(http://www.stern.de/digital/online/google-krach-um-klarnamenzwang-1724228.html)
Gegenstimmen des Klarnamenszwangs
Zwar hat Google+ aufgrund vieler Kritiken vor diesen Zwang abzuschaffen, dennoch gibt es bereits Proteste von Netzwerkaktivisten und Politikern. Diese fordern Anonymität.” ‘Echtnamenszwang führt auf den direkten Weg in die totalitäre Gesellschaft.’ Es ist ein Menschenrecht anonym bleiben zu können oder ein Pseudonym zu verwenden.” (http://www.stern.de/digital/online/google-krach-um-klarnamenzwang-1724228.html). Denn Anonymität ermöglicht es einem seine Meinung frei äußern zu können, ohne befürchten zu müssen, dafür bestraft zu werden.
Für den Klarnamenszwang
Es gibt aber auch diejenigen, die darauf bestehen, in Communities ausschließlich echte Namen verwenden zu müssen. Ihrer Ansicht nach ist Anonymität erst dann sinnvoll, wenn es um Themen wie Selbsthilfegruppen,.. geht, also nur in Sondersituationen. Ein weiteres Argument ist, dass durch den Gebrauch von echten Namen auch echte Beziehungen entstehen, so wie auch im realen Leben.
Was steckt dahinter?
Es wird vermutet, dass der Klarnamenszwang “von Google+ das Interesse verfolgen könnte, den Werbekunden von Google künftig noch raffiniertere Angebote für gezielte Werbung machen zu können” (http://www.stern.de/digital/online/google-krach-um-klarnamenzwang-1724228.html), was von Google aber verneint wird.
Fazit
Nach Protesten gegen einen Klarnamenszwang bei Google+ hat das Unternehmen beschlossen, eine Unterstützung von Pseudonymen zu planen, denn hier sind scheinbar nicht private Personen betroffen, sondern auch Profile von Unternehmen.
Tatsache ist abe auch, dass es bei den Protesten nicht nur um eine Anonymität bei Google+ geht, sondern auch im gesamten World Wide Web.